[Monthly Overview] Januar 2019

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Wenn ich bedenke, dass ich mich zu Ende des Jahres wahnsinnig schwer mit dem Lesen getan habe, war ich über vier Bücher im Januar mehr als begeistert. Trotz Stress gelesen und dann sogar noch zwei Bücher vom Sub.

  1. Caragh M. O’Brien – Die Stadt der verschwundenen Kinder. 3/5 Sterne. 
    „just another dystopian novel“ – aber nicht schlecht. Es geht um Gaia, die als Hebamme arbeitet und an die Regierung jeden Monat die ersten drei Babys abgeben muss. Erst als ihre Eltern verschwinden, hinterfragt sie die Situation.
    Das Rad wurde zwar nicht neu erfunden, aber trotzdem nicht schlecht. Der Schreibstil ist angenehm und ich werde Teil II definitiv eine Chance geben.
  2. Cornelia Funke – Herr der Diebe. 5/5 Sterne. 
    Eigentlich eine Schande, dass ich das Buch von ihr, trotz meiner Liebe zu all ihren anderen Büchern, nie gelesen habe. Umso besser für mich jetzt. Eine große Liebeserklärung an Funke und ihre Art zu schreiben und auch an Prosper.
  3. Ari Folman – Das Tagebuch der Anne Frank [Graphic Novel] 5/5 Sterne.
    Es ist die einzige graphische Version des Tagesbuches, das mit der Freigabe der Anne Frank Fond erschien und dazu auch Textstellen daraus benutzen darf.  Das hätte zwar schon Überzeugung sein können, doch trotzdem war ich voller Skepsis. Vor allem fragte ich, wie Folman die Masse an Gedanken, Gefühlen und Vorstellungen ästhetisch in Bild bringen wollte, ohne massig zu reduzieren oder andernfalls zu überladen und dabei die Aussagekraft zu behalten. Aber es ist gelungen. Folman und Polonsky haben es unfassbar gut hinbekommen. Der Spagat zwischen geschmackvoll, wertvoll und künstlerisch ist vollkommen geglückt und wird hoffentlich auch – das war schließlich eine der Intentionen – zu den „herkömmlichen“ Lesern noch eine weitere ansprechen und diese hoffentlich auf diese Art an das wichtige Thema rund um den Holocaust heranführen.
  4. Gabriel Tallent –  Mein Ein und Alles. 4/5 Sterne.
    Belastend, düster und verstörend. Tallent verpackt in seinen unfassbaren Schreibstil die Thematik des Missbrauchs so brilliant, dass ich das Buch nur etappenweise lesen konnte. Ich wollte schreien, weinen, etwas tun, so dass es Kapitel gab, nach denen ich erstmal pausieren, atmen und denken musste.

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