skaramelle.

skaramel. Das bin ich. Schon seit ich 16 Jahre bin. Ich würde gerne eine tiefgründige und dramatische Geschichte darüber zu Tage fördern wie genau dieser Name entstanden ist. Aber genau genommen passierte es so:
Ich wollte mich bei livejournal anmelden, damit meine Teenagergedanken endlich Gehör fanden und ich all diesen Unsinn nicht in mein Tagebuch schreiben musste. Da mir diese ganzen Namen á la emotionssick oder blindedbylove zu krass waren, habe ich mich kurz umgeblickt und auf meine offene Karamelbox geblickt. Da ich damals wochenendlich zu Ska in karierten Vans tanzte und ich schon immer ein Herz für schlechte Wortwitze hatte, mixte ich beides und heiße nun seit ewig und drei Jahren genauso – skaramel.

Hinter skaramel versteckt sich folgendes Lebewesen: Astrid, 87er-Jahrgang. Quasi ein alter Hase, der auf den heutigen Trashpartys wirklich die Songs seiner Jugend mitgröhlt. Ein schnell begeisterungsfähiges Etwas, das gute Filme zu schätzen weiß und nicht mehr weiß, wie oft sie Chocolat oder Finding Neverland wirklich gesehen hat. Eine verlorene, von einer midlifecrisis-gescholtenen Kunstlehrerin geprägte und geächtete, kreative Seele, die seit dem letzten Mangelhaft in der zehnten Klasse immer noch glaubt, sie könne nicht malen. Es aber dennoch tut, aber die Zeichnungen, Ideen und Ergebnisse in der untersten Schublade versteckt.

Eins war ich jedoch schon immer und das ausnahmslos: ein Bücherwurm. Als ich noch nicht lesen konnte, hatte ich schon genug Charme um meine Mutter für „Noch-ein-Kapitel“ zu überzeugen. Als ich dann lesen konnte, konnte niemand so schnell Bücher in mein Zimmer schleppen wie ich sie las. Viel zu schnell – der Ansicht meiner Mutter nach, nicht meiner – habe ich Kinderbücher in meinem Zimmer gelassen und habe mir Stephen King und Barbara Wood aus den Regalen im Wohnzimmer stibitzt. Schnell lernte ich, dass ich nun nicht mehr meine Mutter um „Noch-5-Minuten überredete, sondern mich selbst.

Danach ging alles ganz einfach. Deutsch-LK, Germanistik-Studium, Jobs bei Zeitungen und Verlagen. Und nun? Habe ich zumindest beruflich das hinter mir gelassen, da ich mich selbst davon überzeugen musste: Ein Hobby und eine Passion sollte dies bleiben. Aber weil schweigen nicht meine Sache ist, findet ihr mich nicht mehr in der Lokalzeitung, sondern hier.

 

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